Hüftgelenkdysplasieakita_huendin_strohballen

Die Hüftgelenkdysplasie ist eine erblich bedingte Fehlbildung des Hüftgelenks, bei der die Hüftpfanne und der Hüftkopf in ihrer Form nicht genau zueinander passen. Die Hüftpfanne ist nicht tief genug ausgeprägt und auch der Oberschenkelkopf kann formverändert sein. Dies führt zu einer Instabilität im Gelenk, dadurch zu einer Fehlbelastung und in Folge zu Reizungen, eventueller Subluxation und progressiver Arthrose. Die Instabilität ist die Ursache dafür, dass Hunde schon während ihres Wachstums Symptome zeigen. Sie sind evtl. bewegungsunlustig, haben Probleme beim Aufstehen und gehen nach Belastung immer wieder lahm. Da der Körper versucht, das Gelenk durch die sogenannte Kapselfibrose zu stabilisieren, kann es sein, dass die Schmerzen eine Zeit lang verschwinden, bis die mittlerweile fortgeschrittene Arthrose beginnt Probleme zu machen. Die Hunde stehen schwerer auf und haben Schwierigkeiten beim Hinlegen und Springen. Die Bewegung des Hüftgelenks ist eingeschränkt. Sie wackeln beim Gehen mit dem Hinterteil und ihre Schritte sind kürzer. Beim Treppensteigen zeigen die Vierbeiner ein sogenanntes Hasenhoppeln. Je nach Beschwerdegrad kann es im Hüftbereich zum Abbau von Muskulatur kommen, da die Hunde diesen schonen und dadurch andere Körperbereiche mehr belasten. Durch diese Fehlbelastung kann es in bisher gesunden Bereichen zu Muskelverspannungen bis hin zu Gelenkproblemen kommen. Wichtig ist es, schon früh beim Hund für Stabilisierung der Gelenke und Muskelaufbau zu sorgen, wobei hier die physiotherapeutische Gerätetherapie helfen kann.  Sind Schmerzen vorhanden, egal ob im Frühstadium oder später, wenn sich schon Arthrose gebildet hat, kann die Physiotherapie durch Massage der Muskulatur entspannen. Des weiteren kann Sie durch manuelle Therapie Einfluss auf die Gelenkbeweglichkeit nehmen. Auch  Akupunktur, Elektrotherapie, Magnetfeldtherapie und nicht zuletzt Osteopathie können hier positive Wirkung zeigen.