Havanese-SeitenansichtPatellaluxation

Die Patella, die Kniescheibe, gleitet bei Kniebewegung wie ein Schlitten in einer Rinne am Oberschenkels auf und ab. Unter der Patellaluxation versteht man das Herausspringen der Kniescheibe aus dieser natürlichen Gleitrille.  Die Erkrankung kann sowohl erblich als auch traumatisch bedingt sein. Genetisch sind eher die kleinwüchsigen Rassen betroffen. Man findet die  Luxation der Patella aber auch bei größeren und großen Hunden. Ursache für die Verlagerung der Kniescheibe sind veränderte anatomische Gegebenheiten. Die Kniescheibenverlagerung durch ein Trauma kann alle Hunderassen treffen.

Die Patellaluxation wird in verschiedene Schweregrade eingeteilt. Die ersten Symptome (Grad I) nimmt der Besitzer an seinem Hund oft gar nicht wahr oder sieht es als eine Eigenheit an, denn hier kommt es nur kurzzeitig zu einer Nichtbelastung des Beines – eventuell einem Hüpfen – bis eine Streckung desselben die Kniescheibe wieder in ihre Normalposition bringt. Ansonsten läuft der Vierbeiner beschwerdefrei.

Ist die Luxation schwerwiegender, dann zeigen die Tiere unterschiedliche Lahmheitsgrade, vom zeitweiligen Hinken, über intermittierende, bis hin zur vollständigen Lahmheit und der dadurch bedingten Verlagerung des Körpergewichtes nach vorne. Das Knie schmerzt, ist evtl. geschwollen und erwärmt. Durch seine nicht Belastung kommt es zum Abbau der umgebenden Muskulatur.

Es richtet sich nach dem Schweregrad der Patellaluxation ob die Behandlung noch konservativ erfolgen kann oder ob eine Operation angeraten ist.

In beiden Fällen kann auch hier die Physiotherapie unterstützend und ergänzend tätig werden! Ihr Ziel ist Schmerzlinderung, Muskelentspannung, Muskelkräftigung, Stabilisation und Bewegungserhalt. Die Physiotherapie bietet viele Möglichkeiten, so zum Beispiel Thermotherapie, Massage, Lymphdrainage, Narbenbehandlung, passives Bewegen und Gerätetraining.